Die Finanzkrise

Finanzkrise

Der Keim für die gegenwärtige Finanzkrise wurde mit dem Platzen der Dotcom-Blase im Jahre 2000 gelegt. Mit dem Zusammenbruch des neuen Marktes wurde viel Geld aus den Aktienmärkten abgezogen und es wurde nach neuen Anlagemöglichkeiten gesucht. Vor allem im Immobilienmarkt wurden neue Anlagemöglichkeiten gefunden, so dass Risiken in Verbindung mit Krediten und Hypotheken für den Immobilienmarkt übersehen wurden. Die US-Notenbank reagierte auf den Absturz des neuen Marktes mit niedrigen Zinsen und sorgte somit ihrerseits für einen Boom am Immobilienmarkt.

Das Platzen des Booms am Immobilienmarkt war dann der Anlass für die Finanz- und Bankenkrise, die 2007 ihren Anfang nahm.

Im Jahre 2008 musste die Investment Bank Lehman Brothers Insolvenz anmelden, da sie in Folge der Immobilienkrise bis Juni 2008 über 8 Milliarden Dollar Verlust machte. Im September 2008 verkündigte die Bank, dass sie im dritten Quartal weitere 3,9 Milliarden Dollar Verlust erwartete. Übernahmegespräche mit der britischen Barclays-Bank scheiterten und die US-amerikanische Regierung wollte Lehman Brothers nicht retten, da sie kurz zuvor drei große Banken aufgrund der Immobilienkrise hatte retten müssen und der politische Druck es unmöglich machte, eine weitere Bank zu unterstützen.

In Folge der Insolvenz soll die Lehman Brothers Bank 200 Milliarden US-Dollar Schulden hinterlassen haben. Mit der Pleite der großen Investmentbank kam der Handel zwischen den Finanzinstituten zum Erliegen und stattdessen wurde Geld bei den Zentralbanken angelegt. Schon vor dem Zusammenbruch der Lehman Brothers war das Vertrauen zwischen den Banken sehr stark gesunken, so dass die Zinsen, die die Banken untereinander nahmen sprunghaft angestiegen.

Das Ansteigen der Zinsen und das spätere Erliegen des Finanzverkehrs zwischen den Banken sorgte dafür, dass die Aktienkurse weltweit einbrachen und die Industrie die Produktion in einem stärkeren Ausmaß kürzen musste, als im Jahr der Weltwirtschaftskrise 1930. Damit stieg die Angst vor einem totalen Zusammenbruch der Märkte weltweit. Um der Finanzkrise Herr zu werden verstaatlichten die Regierungen in Europa und den USA zeitweise Banken und führten Abwicklungsbanken ein, um einzelne Kreditinstitute zu sanieren. Bankschuldverschreibungen wurden weltweit zunehmend vom Staat garantiert, um den Handel zwischen den Banken wieder anzukurbeln. Somit gelang es den Staaten vorerst wieder, die Krise in den Griff zu bekommen und vielfach wurde das Wirtschaftsniveau vor der Finanzkrise wieder erreicht.

Zu Zeiten der Finanzkrise versuchten sowohl Privatleute wie auch Unternehmer häufig mit allen erdenklichen Mitteln - sei es legal oder illegal - buchstäblich ihre Schäfchen ins Trockene zu bringen. Genau dieser Aspekt machte die Tätigkeit einer renommierten Wirtschaftsdetektei wie der Detektei Tudor so unverzichtbar. Wie gut, dass die Finanzkrise nunmehr so gut wie überstanden ist und sich die Wogen weitestgehend geglättet haben. Bleibt zu hoffen, dass etwas derartig Schwerwiegendes in absehbarer Zeit nicht mehr geschieht....